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Unpassender Sattel und die Folgen

Ein maßangefertigter Sattel ist nicht immer das Beste

Der schon fast 19jährige Wallach fiel mir mit seinem extremen Höhenunterschied in der Kruppe und seinem geraden, festen Hals bei einer Teilnehmerin in einem meiner Trainings auf.

Die Reiterin gab an, dass dies schon mehrere Jahre so sei und ihr noch keiner anbieten hätte können dies zu behandeln. So bekam ich den Wallach in meine Obhut, um die langjährigen Blockaden vorsichtig zu lösen. Bei einem älteren Pferd kommt dabei so einiges durcheinander und man sollte sich genau überlegen, welche Schritte man macht und welche man besser sein lässt.

Der Wallach wurde durch osteopathische und physiotherapeutische Behandlungen sehr viel mobiler und das Körpermittentraining konnte im Anschluss sehr viel bewirken. Die Bildaufnahmen zeigten eine komplette Korrektur des Höhenunterschiedes auf der Kruppe. Als die Reiterin dann zum Abschluss der Behandlung anfing, bei mir am Training teilzunehmen, verschlechterte sich der Therapieerfolg schlagartig. Schuld war der neue Sattel, den sie zum Unterricht mitbrachte.

Nach genauerer Untersuchung war der leider in sich schief und drückte dem Wallach beim Laufen auf gebogenen Linien auf die Wirbelsäule, was einen verspannten Rücken zur Folge hatte.

Die Besitzerin des Pferdes und des Sattels war wenig erfreut über mein Urteil, sie hatte den Sattel doch gerade für mehr als 3000 Euro maßanfertigen lassen.

Ich veranschauliche in solchen, häufig vorkommenden Fällen gerne, was bei den Bewegungsabläufen mit dem Pferderücken passiert und wie sich der Sattel darauf verhält. So können die meisten Reiter schnell nachvollziehen, welchen Einfluss der Sattel auf das Pferd hat.

Wer sich einen Sattel zulegt, sollte sich nicht unbedingt und ohne Hinterfragung von demjenigen beraten lassen, der den Sattel verkauft. Hier können finanzielle Interessen schnell zum Nachteil des Käufers und dessen Pferd werden. Sehr viele Probleme beim Reiten finden ihre Ursache in einem nicht perfekt liegenden Sattel. Setzen Sie sich einmal einen 30 kg-Rucksack auf, joggen Sie damit einmal eine Stunde oder was die Kondition so zulässt. Sie werden schnell merken, wie wichtig es ist, dass der Rucksack gut anliegt, nirgends drückt oder gar Ihre Bewegung einschränkt.

Bedenken Sie, dass Ihr Pferd nicht nur ein Vielfaches dieses Gewichtes tragen muss, sondern damit auch noch konzertiert Aufgaben erfüllen soll, Reiterfehler ausgleichen und Schläge ins Kreuz - beispielsweise beim Aussitzen im Trab, Galopp oder beim Springen, wenn’s mal nicht gepasst hat -aushalten muss.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Sattel zu Ihrem Pferd passt oder Sie Probleme haben, welche als Ursache den Sattel vermuten lassen können (viele Muskelverspannungen und Blockaden sind darauf zurückzuführen), empfehle ich Ihnen eine Beurteilung möglichst nur von Menschen einzuholen, die Ihnen nachvollziehbare Erläuterungen geben können und selbst keine Sättel verkaufen oder vermitteln.

Ich selbst lasse mir bei Pferden, die von mir stationär aufgenommen werden, stets das Zubehör zeigen oder mitgeben. So kann ich von vornherein mögliche Ursachen, wie beispielsweise eine ungünstige Zäumung oder einen nicht passenden Sattel, feststellen oder ausschließen. Bei Teilnehmern aus meinen Lehrgängen oder Trainings checke ich diese Dinge immer ganz zu Anfang, da gutes Reiten ansonsten nicht möglich ist.



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