Online Hilfe

Beschreiben Sie mir die Probleme, die Ihr Pferd hat, Sie mit Ihrem Pferd haben oder möglicherweise Ihr Pferd mit Ihnen oder anderen hat, ganz einfach und sicher über unser kostenloses Online-Anamneseformular >>

Diagnose Einschläfern Athrose im Kiefergelenk

Diagnose: Einschläfern

Eine mir damals sehr sympathische junge Frau erfüllte sich Ihren Jugendtraum vom eigenen Pferd. Als Sie es abholen wollte, zeichnete sich eine Schwellung über dem linken Auge ab. Laut Aussage des damaligen Verkäufers wohl bedingt durch einen Tritt über Nacht.

Schon nach ein paar Tagen im neuen Stall nahm der Wallach das Trensengebiss nicht mehr an und verweigerte sich mit allen Mitteln, die einem Pferd zur Verfügung stehen. Fressen war auch nicht mehr möglich, der Wallach bekam sein Maul nicht mehr auf. Der Wallach verlor rasch an Gewicht und Muskelmasse. Die Besitzerin handelte wohlüberlegt und hielt den Wallach mit Suppenkost, wie Mash, Heucops und andere Flüssignahrung am Leben. Mehrere Tierärzte rieten der jungen Frau, den Wallach einzuschläfern, da Arthrose im Kiefergelenk diagnostiziert worden war und er dadurch bedingt wohl sein Maul nicht mehr aufbekommen würde können.

Ich bekam das abgemagerte Pferd zur Anamnese zu mir auf den Hof. Der Anblick des Tieres bestärkte auch mich der Empfehlung der Tierärzte.

Ich wusste damals wie heute nicht warum, aber ich fühlte, dass dieser Wallach noch nicht sterben muss.

Ein gründlicher Befund zeigte mehrere Kleinigkeiten wie Blockaden, Verklebungen von Muskeln und Sehnen etc., die aber eher durch den blockierten Kiefer des Wallachs verursacht wurden. Ich konnte mir jedoch nicht vorstellen, dass eine Arthrose einen Pferdekiefer auch mit Schmerzen so blockieren können würde.

Durch ständige Manipulation des Kiefergelenkes konnte ich es dann so weit öffnen, um zu sehen, dass der gesamte Unterkiefer verschoben und die Zähne dadurch einseitig so lang geworden waren, dass eine Kaubewegung nicht mehr möglich gewesen war. Zudem wurde durch übermäßig lange Schneidezähne so viel Druck auf das Kiefergelenk und Genick ausgeübt, dass sie entzündliche Prozesse ausgelöst hatten. Nachdem wir den stark auffälligen Befund mit viel Mühe korrigiert hatten, hatte es nur 2-3 Tage gedauert, bis der Wallach sich an seine neue Kaubewegung gewöhnt hatte. Anfangs war ihm dann zwar noch viel aus dem Maul gefallen, aber das normalisierte sich schnell und er nahm wieder an Masse zu. Nach viel Üben nahm er auch ohne Probleme das Trensengebiss und ich durfte miterleben wie seine Besitzerin sich Ihren Traum vom Reiten auf dem Platz, im Gelände und auch im Springen verwirklichen konnte. Aus diesem so aussichtslosen Fall habe ich gelernt, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen kann, ganz gleich wie die Diagnose lautet.

Zahnprobleme und ihre Folgen

"Todesurteil" durch Milbenbefall - Fallbeispiel

Onlinehilfe für Pferdprobleme

Liebevoll, pferdegerecht und erfolgreich

Wie helfen, wenn Sie selbst nicht mehr weiterkommen

Zur Online Hilfe direkte Hilfe