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Körpermittentraining

Körpermitte Pferd
Körpermitte Pferd

Körpermitte und Korrektur beim Pferd

Mit dieser Art von Behandlung fing damals eigentlich alles an. Den zugehörigen Fall können Sie unter Fallbeispiele („chronische Lahmheit“) genauer nachlesen.

Wir Menschen sind Links- oder Rechtshänder. Ist der beliebte Arm mal in Gips verpackt, ist es zwar mühselig, aber wir können mit ein bisschen Training und Übung alle Bewegungen und Taten auch mit der jeweils anderen Hand ausführen. Genauso verhält es sich beim Pferd. Es hat eine gute Hand und eine schlechte. In ganz vielen Fällen ist unser Pferd sehr linkslastig ausgelegt.

Das beginnt schon mit dem Auflegen des Halfters. Von welcher Seite wird dies begonnen? Satteldecken überlegen, Longiergurt anziehen, Auftrensen, Aufsatteln und zu guter Letzt das Aufsteigen…

Es findet alles in der Regel alles von links statt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine linkslastige Betonung schon antrainiert wird, ist hiermit sehr hoch. Haben Sie selbst einmal probiert, von rechts aufzusteigen? Das geht zunächst gar nicht, fühlt sich absolut fremd, falsch und unkoordiniert an.

Sehen Sie, genauso fühlt sich Ihr Pferd, wenn beide Seiten gleich funktionieren sollen! Es bedarf eines gewissen Trainings und viel Wissen darum, wie sich die Biomechanik Ihres Pferdes bei verschieden Lektionen verhält, um beide Seiten annähernd gleich durchlässig zu bekommen.

Ein Großteil aller Reiter lassen ihr Pferd einfach so laufen und nehmen eine schlechtere Seite in Kauf, weil das „halt so ist“. Was die meisten aber hierbei nicht wissen, ist dass die Muskulatur nur einseitig arbeitet, die Hufe sich in die Belastungsseite verformen, Gelenke starken Fehlzügen ausgesetzt werden und Gelenkknorpel einseitig abgenutzt oder beschädigt werden. Gelenke müssen dann Bewegungen ausführen, für die sie nicht gemacht sind. Dieses führt häufig zu Sehnenschäden, chronischer Lahmheit, Widersetzlichkeit wie Steigen, Buckeln usw. bis hin zur Unreitbarkeit von Pferden.

Häufig sind es dann Pferde, die schon sehr jung wegen Kissing Spines, Lahmheit oder anderer Wehwehchen frühzeitig in den Ruhestand geschickt werden. Oft leider auch zur ewigen Ruhe.

Ich finde das sehr schade, weil ein bewusstes Training der Körpermitte dies verhindert und auch bei bereits vorhandenen Symptomen meistens Abhilfe verschafft werden kann.

Ein paar Indizien dafür, dass Ihr Pferd „schief“ ist:

· beim Longieren verkleinert Ihr Pferd den Zirkel auf einer Hand oder es zieht auf einer Hand nach außen.

· Ihr Pferd läuft beim Reiten auf zwei Hufschlägen.

· Ihr Pferd lässt sich auf einer Hand deutlich besser oder schlechter stellen und biegen.

· ein Vorderhuf ist größer als der andere oder ist anders geformt.

· der Sattel liegt schief auf dem Pferderücken.

· die Sattelpolsterung des Wirbelkanals ist auf einer Seite platter oder anders geformt als auf der anderen Seite.

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Fallbeispiele:

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